11 – Katja Heitmann »PERPETUUM«
Die Choreografin Katja Heitmann sammelt menschliche Bewegungen und Gesten und bewahrt sie in ihrem Archiv „Motus Mori” auf. Mehr als 2.000 Menschen sind mit ihren persönlichen Bewegungen und Geschichten bereits Teil dieser Sammlung. In ihrem Kunstwerk „PERPETUUM“ tauchen die Besucherinnen und Besucher in eine immersive Videoumgebung ein. „PERPETUUM“ macht verschiedene Personen aus dem „Motus Mori“-Archiv sichtbar – mal in Lebensgröße, mal als übergroße Projektion. Das Publikum kommt diesen Personen nahe, steht ihnen gegenüber und hört die Geschichten hinter ihren Bewegungen. In diesem Meer aus Licht wird auch die Bewegung der Betrachterinnen und Betrachter selbst sichtbar und Teil des Kunstwerks. Für das RE.LIGHT 2026 kreiert Katja Heitmann eine neue Version mit Menschen aus Regensburg, deren persönliche Bewegungen in das Archiv aufgenommen und in der Lichtkunst-Installation zu sehen sein werden.
Katja Heitmann untersucht in ihren visuell-choreografischen Arbeiten, was die Menschheit in der heutigen Zeit bewegt. Als choreografische Bildhauerin ist sie ständig auf der Suche nach dem Kern ihres Materials. Bekannt für radikale Konzepte und präzise Formen, reduziert Katja Heitmann ihr Material auf das Wesentliche. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine großartige Gestik in jedem Detail aus. Ihre Performance-Installationen und Ausstellungen sprechen ein vielfältiges Publikum an und laden zu persönlichen Interpretationen und emotionalen Reaktionen ein. Katja Heitmann erhielt 2016 den Dutch Dance Festival Prize und 2020 den renommierten Gieskes-Strijbis Podium Award, die bedeutendste Auszeichnung für darstellende Künste in den Niederlanden. Im Jahr 2025 wurde ihr für „PERPETUUM“ der ILO Artist Award verliehen.