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09 – Alessandro Lupi »ANTIEGO«

M26

Ein Spiegel, der gewöhnlich erscheint, jedoch niemals das eigene Gesicht der Betrachterinnen und Betrachter reflektiert, während die Anwesenheit anderer sichtbar bleibt: Diese Unterbrechung der Selbstwahrnehmung verwandelt den Spiegel in einen konzeptuellen Raum, in dem Identität eher hinterfragt als bestätigt wird. Indem das Selbstbild vorenthalten wird, lädt das Werk zu einer vorübergehenden Befreiung vom Ego ein – oft eine Quelle von Frustration und Konflikt – und eröffnet eine präzisere und offenere Beziehung zu anderen und zu der eigenen Wahrnehmung.

 

Alessandro Lupis Forschung hat sich im Laufe der Jahre durch Experimente mit Materie, Licht und Schatten weiterentwickelt. Jedes Werk ist eine Erfindung, die die Realität auf unterschiedliche Weise untersucht, wobei jedes Mal versucht wird, von einem neuen Raum auszugehen und mit ihm in einen Dialog zu treten. Seine Werke wurden bereits in Galerien, Museen und öffentlichen Räumen ausgestellt. Die Objekte, Skulpturen und große Installationen haben gemeinsam, dass sie die Fantasie anregen, Interaktion ermöglichen und eine Poetik verwenden, die mit archetypischen Elementen beginnt, aber dennoch versucht, Neuland zu erkunden.