Navigation überspringen
Zurück

06 – Daniel Rossa »Metatecture«

Haus der Bayerischen Geschichte

Die ortsspezifische Intervention ermöglicht es dem Gebäude, durch traumartige Sequenzen über seine eigenen architektonischen Konstruktionsmittel zu reflektieren. Unter Verwendung der Rasterstruktur der Fassade als Thema und Instrument wird die Immersion bewusst unterbrochen, um die Werkzeuge, Schichten und die künstliche Natur der Inszenierung selbst offenzulegen. „Metatecture“ leitet sich von einem Begriff aus der Literatur ab, der als Metafiction bezeichnet wird – eine Form der Fiktion, die ihre eigene narrative Struktur so betont, dass sie das Publikum daran erinnert, dass es sich um ein fiktionales Werk handelt. Durch den bewussten Bruch mit Narration und Dramaturgie, durch das Zusammenspiel von beschreibenden, minimalistischen Bildern und Übertreibungen in Verzerrung, Form und Farbe wird eine Cut-up-Technik angewendet, um die Betrachterinnen und Betrachter regelmäßig an die Werkzeuge der Schöpfung zu erinnern und die etablierte Immersion zu unterbrechen. Die daraus resultierenden Bilder ähneln fragmentierten, traumartigen Sequenzen, die auf den übergreifenden künstlerischen Ansatz und seine imaginäre Frage verweisen: Was wäre, wenn ein Haus träumen könnte?

 

Daniel Rossa ist ein deutscher New-Media-Künstler, dessen Arbeiten die Grenze zwischen digitaler und physischer Welt verwischen und immersive Erlebnisse schaffen, die unsere Interaktion mit urbanen Räumen neu definieren. Ausgebildet an der Bauhaus-Universität Weimar, verbindet sein interdisziplinärer Ansatz Kunst, Handwerk und Technologie, um statische architektonische Strukturen zu transformieren. Sein gefeiertes Werk „555 Kubik“ in der Hamburger Galerie für zeitgenössische Kunst stellte die Frage: Was wäre, wenn ein Haus träumen könnte? Mithilfe von 3D-Visualisierung und optischer Täuschung verwandelte er die Fassade des Museums in ein selbstreflektierendes Gebilde. Rossas Arbeiten wurden in renommierten Ausstellungsräumen wie dem Sydney Opera House, der Saatchi Gallery in London und der Elbphilharmonie Hamburg gezeigt und erhielten internationale Anerkennung, darunter den Cannes Design Lions und den Deutschen Lichtdesignpreis.

 

Klangkomposition: iona w. (DE)

 

Dieses Kunstwerk wird ermöglicht mit freundlicher Unterstützung von BMW Group Werk Regensburg und dem Haus der Bayerischen Geschichte.